Comment by TraceConsult: Endlich hat eine wichtige Quelle ein klärendes Element beigesteuert zur Nulltoleranz-Debatte in Bezug auf Rohwaren-Importe in die EU mit Spuren von nicht zugelassenen GVOs und zu den Ängsten, dass die GVO-freie Soja-Produktion bald am Ende sein wird.
Der Spezialzertifizierer Cert ID führt seine Unternehmenstradition fort, indem er die Statistik seiner jährlichen Non-GMO Zertifizierungsvolumina veröffentlicht. Durch den Fokus auf diesen Zertifizierungstyp, der von wesentlichem Nutzen für die europäischen Importeure von Rohwaren ist – und durch Hinzufügung der ProTerra-Zertifizierung seit 2006 – ist dieser vergleichsweise kleine Zertifizierer weltweit Marktführer in seinem Bereich geworden, seit er das Programm 1999 aufgelegt hat.
Diese Übersicht der Zertifizierungsvolumina 2009 nimmt diesmal auch Bezug auf Indien und China und kann von der Website des Unternehmens heruntergeladen werden, was bald auch bei TraceConsult möglich sein wird. Seit Jahren besitzt dieses alljährliche Dokument einen grossen Wert, insofern als es die „professionellen“ Voraussagen – insbesondere der europäischen – Panikmacher und institutionalisierten Pessimisten aus der Rohwarenbranche wieder zurecht rückt. Seit dem Jahr 2000 werden hier alljährlich Warnungen verbreitet, wonach „binnen höchstens ein oder zwei Ernteperioden“ die Verfügbarkeit gentechnikfreier Sojabohnen zu Ende gehe.
Wie sehr man doch sein Ziel verfehlen kann: Zehn Ernten später ist dieses Marktsegment nicht nur immer noch quicklebendig sondern auch aktiver denn je zuvor!
Nachdem aus der gesamten brasilianischen Sojaernte des vergangenen Jahres 14,9 Prozent als durch Cert ID Non-GMO zertifiziert zur Verfügung standen, liegt dieser Prozentsatz für die Ernte 2009 sogar bei 16,3 Prozent. Das ist mehr als ein Sechstel der Sojaproduktion des zweitgrössten Sojaproduzenen der Welt! Seit 2008 nutzt das Dokument auch von ABRANGE zur Verfügung gestellte Zahlen, dem brasilianischen Industrieverband der Non-GMO-Verarbeiter. In Brasilien setzt sich die Kernklientel von Cert ID aus ABRANGE-Mitgliedern zusammen.
Eine weniger bekannter, dafür aber faszinierender Aspekt, ist, dass praktisch die gesamte zertifizierte Tonnage auch nach dem ProTerra-Standard des Unternehmens zertifiziert ist. ProTerra integriert vollständig die Elemente der Basler Kriterien für verantwortungsbewussten Soja-Anbau, einschliesslich Non-GMO, ein Umstand, der bei TraceConsult bereits mehr als einmal die Frage aufgeworfen hat, weshalb Programme mit geringerer Nachhaltigkeitstiefe, wie dem RTRS, von denselben Organisationen unterstützt und vorangetrieben werden, die beim Start der Basler Kriterien Pate gestanden haben. Sowohl Greenpeace als auch der WWF haben den ProTerra-Standard gutgeheissen.
Insgesamt bietet Cert ID all den europäischen Erzeugern und Herstellern Sicherheit und Komfort, die sich mit Verbraucherprodukten befassen, die „Ohne Gentechnik“ ausgelobt sind. Die Firma bietet ferner all denjenigen einen Grund zur Freude, die die Schaffung dieses Marktsegments ermöglicht und unterstützt haben.
http://www.cert-id.eu/DisplayNews.php?ActiveNewsID=50 (Englisch)
http://www.cert-id.com.br/?page_id=138 (Portugiesisch)
Ein Jahrzehnt erfolgreicher Non-GMO-Zertifizierung von Cert ID ist Grundlage für Auslobung „Ohne Gentechnik“
PM – Cert ID, Porto Alegre – RS, Brasilien, 2. September 2009
Die brasilianische Tochter von Cert ID, dem Pionier und Marktführer in Spezialzertifizierungen wie Non-GMO™ und ProTerra®, der Zertifizierung für Social Responsibility und ökologische Nachhaltigkeit, hat die zehnte statistische Zusammenfassung seiner Zertifizierungsvolumen von Sojaprodukten nach ihrem Non-GMO-Standard veröffentlicht.
Ausgehend von einem Gesamtzertifizierungsvolumen von 420.000 Tonnen im Jahre 2000 ist aus der Ernteperiode 2008-2009 die jährliche Tonnage auf 9,36 (9,0) Mio. Tonnen Sojabohnen, auditiert und abrufbar zum Zwecke zertifizierter Verarbeitung oder Verschiffung an Exportmärkte, angewachsen. Das entspricht 16,3 (14,9) Prozent der gesamten brasilianischen Sojaernte von 57,3 (60,5) Mio. Tonnen.1
Dieses gesamte Volumen ist nach dem Non-GMO-Standard von Cert ID zertifiziert. Das bedeutet weniger als die allgemein bei 0,1 Prozent GVO-Gehalt angesetzte Nachweisgrenze gekoppelt mit vollständig dokumentierter Rückverfolgbarkeit („Hard IP“ im Trader-Jargon). Dies ermöglicht es bei tierischen Produkten wie Geflügel, Molkereiprodukten, Schweinefleisch etc., die neuen Auslobungen anzubringen, die es jetzt in einigen EU-Mitgliedsstaaten gibt (“Gentechnik-frei erzeugt” in Österreich bzw. “Ohne Gentechnik” in Deutschland). Weitere europäische Länder bereiten gerade vergleichbare Regelungen vor.
Gesetzgebung und Markt erkennen somit die eindeutige Zurückweisung von GVOs in pflanzlichen und tierischen Lebensmittelerzeugnissen durch europäische Verbraucher. Bereits seit mittlerweile über zehn Jahren bevorzugen 65 bis 85 Prozent der Verbraucher in den meisten EU-Ländern GVO-freie Lebensmittel.
Die Verfügbarkeit am Markt von Non-GMO-Sojaschrot, zertifiziert von Cert ID, ermöglicht es, dass Erzeuger von Geflügel, Molkereiprodukten und Fleisch auf ihren Produkten Gentechnikfreiheit ausloben.
Sowohl Rohwarenimporteure wie auch Mischfutterhersteller umgehen Kennzeichnungsprobleme im Zusammenhang mit EU-Verordnung (EG) Nr. 1830/2003 und verfügen über ein zusätzliches Verkaufsargument gegenüber Tierproduzenten, die an einer Auslobung „Ohne Gentechnik“ interessiert sind.
Seit 2006 sind praktisch alle von Cert ID zertifizierten Soja-Produkte auch durch den ProTerra-Standard abgedeckt, der auf Social Responsibility und ökologische Nachhaltigkeit fokussiert ist. ProTerra integriert vollinhaltlich die Basler Kriterien für verantwortungsbewussten Soja-Anbau und geniesst die Unterstützung von Greenpeace sowie des WWF.
Augusto Freire, Geschäftsführer von Cert ID do Brasil, weist darauf hin, dass „seit der Saison 2007 praktisch alle unserer brasilianische Zertifizierungs-Kunden in der Lage sind, auch dem ProTerra-Standard zu entsprechen und auf diese Weise zwei Aspekte ihren europäischen Abnehmern anzubieten: Non-GMO und Nachhaltigkeit.“ Richard Werran, Geschäftsführer von Cert ID Europe, fügt hinzu, dass diese Kombination „genau das ist, was der europäische Handel für seine Kunden will.“ Die Mehrzahl der EU-Verbraucher wünscht sich weiterhin, keine GVO-Lebensmittel einzukaufen. Die ersten mit Cert ID-zertifiziertem Sojaschrot gefütterten und anschliessend als „Ohne Gentechnik“ ausgelobten Gedflügelprodukte fanden bereits vor einigen Monaten ihren Weg auf den Esstisch europäischer Verbraucher.
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1) Daten für 2008 in Klammern.
Kontakt
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Augusto Freire
Managing Director
Cert ID do Brasil
Tel. +55 51 9117 8541
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Richard Werran
Managing Director
Cert ID Europe
Tel. +44 1827 874 849
info@cert-id.eu
CEO
FoodChain Global Advisors
Tel. +1 641.469.6181
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